Multiresistente Bakterien

Neue Hoffnung in der Antibiotikatherapie?

Artikel drucken
Keimschale © Shutterstock
© Shutterstock

Darobactine sind antimikrobiell wirksame, bizyklische Hepta-peptide, die bereits im Jahr 2019 entdeckt wurden. Sie werden nativ vom biolumineszierenden gram­negativen Stäbchenbakterium Photorhabdus khanii produziert. Das Besondere an ihnen: Sie hemmen selektiv das bakterielle Außen­membranprotein BamA und unterbinden dessen Insertion und Faltung, was zur Zelllyse führt. Dieser Wirkmechanismus unterscheidet sich von aktuell erhältlichen Antibiotika, weswegen das Risiko von Kreuzresistenzen geringer ist.

Modifikation steigert Wirksamkeit

Forscher:innen haben das Molekül biosynthetisch nun so verändert, dass sich dessen antibakterielle Wirksamkeit in vitro um das bis zu 128-Fache erhöhte. Die vielversprechendsten Kandidaten wiesen eine Breitbandaktivität gegenüber klinisch relevanten und multiresistenten Krankheitserregern wie E. coli, A. baumannii, P. aeruginosa und K. pneumoniae auf. Zwei Derivate wurden nun auch auf ihre Pharmakokinetik untersucht, um spätere In-vivo-Studien zu planen.

VK

Quelle

Seyfert C E et al. New Genetically Engineered Derivatives of Antibacterial Darobactins Underpin Their Potential for Antibiotic Development. J of Med Chem 2023. doi: 10.1021/acs.jmedchem.3c01660

Das könnte Sie auch interessieren