Dennoch werden entsprechende Kontrollen in der Praxis selten durchgeführt. Die britische MHRA empfiehlt seit 2022 regelmäßige Überprüfungen des B12-Status. Eine englische Studie verdeutlicht jedoch eine deutliche Lücke zwischen Wissen und Umsetzung: 87 % der befragten Ärzt:innen kennen das Risiko, aber nur 39 % kontrollieren den Spiegel jährlich, 55 % lediglich bei Verdacht oder typischen Symptomen.
Angesichts möglicher Folgen wie Anämie, Neuropathien, kognitiven Einschränkungen und langfristig schweren neuropsychiatrischen Störungen ist eine konsequentere Überwachung wichtig. Als Hauptgründe für die geringe Umsetzung gelten fehlende Leitlinien und Zeitmangel.