Biologika & JAK-Inhibitoren

Neue Massstäbe

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OÄ Dr. Christine Bangert Universitätsklinik für Dermatologie,  AKH Wien © Miriam Mehlman
OÄ Dr. Christine Bangert Universitätsklinik für Dermatologie, AKH Wien © Miriam Mehlman

Atopische Dermatitis 


Für die systemische Therapie der AD stehen mehrere zielgerichtete Biologika zur Verfügung: Dupilumab ist bereits ab dem 6. Lebensmonat zugelassen. Es hemmt die Signalwege von IL-4 und IL-13 und zeigt eine sehr hohe Wirksamkeit, mit EASI-75-Ansprechraten von etwa 70 % bei Erwachsenen und 80 % bei Kindern nach einem Jahr. „Die häufigste Nebenwirkung ist die Konjunktivitis. In unserer Studie trat sie bei 40 % der Patient:innen auf. Sie kann mit der Zeit abnehmen und durch befeuchtende Augentropfen gelindert werden.“ 


Lebrikizumab blockiert selektiv IL-13 in der Haut. Es erreicht eine vergleichbare Wirksamkeit bei einer geringeren Rate an Konjunktivitis von ungefähr 10 %. 


Nemolizumab adressiert gezielt den Juckreiz: „Nach zwei Tagen ist der quälende Juckreiz weg“, hob Bangert hervor.
JAK-Inhibitoren


Januskinase (JAK)-Inhibitoren zeigen eine breitere Wirksamkeit als die Biologika, doch „JAK-Inhibitoren haben viele Nebenwirkungen, aber die in der Rheumatologie gefürchteten unerwünschten Wirkungen wie ein erhöhtes Risiko für Malignitäten oder kardiovaskuläre Ereignisse sind für die jungen, meist gesunden AD-Patient:innen nicht relevant.“


Psoriasis 


„Für die Psoriasis ist das Therapieziel eine 90%ige Verbesserung des Hautbildes!“ Die derzeit wirksamsten Medikamente sind die IL-17- und IL-23-Inhibitoren mit Bimekizumab als Spitzenreiter IL-17-Inhibi-
toren sind bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen kontraindiziert, IL-23-Inhibitoren in diesen Fällen eine gute Alternative.

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