Alopecia Areata
„Bei der Alopecia areata wachsen in 40 % der Fälle unter systemischer Therapie mit JAK-Inhibitoren über 80 % der Haare nach. Das ist ein kosmetisch sehr gutes Ergebnis.“ Allerdings kommt es nach Absetzen der Therapie bei 50–80 % der Patient:innen zu einem erneuten Haarausfall. „Dies bedeutet oft eine langfristige, dauerhafte Therapie für eine primär ästhetische Erkrankung.“ Zudem sind viele betroffene Frauen im gebärfähigen Alter, in dem JAK-Inhibitoren kontraindiziert sind. „Topische Therapien sind bei Erwachsenen ineffektiv, da die Haarwurzel und die Entzündung zu tief unter der Haut liegen. Bei Kindern mit dünnerer Haut ist die Wirksamkeit höher“, so Griess.
Chronisches Handekzem
„Der Pan-JAK-Inhibitor Delgocitinib stellt eine Revolution in der Behandlung des chronischen Handekzems dar“, betonte Griess. In Studien konnte mit der Delgocitinib-Creme bei guter Verträglichkeit eine 70%ige Verbesserung nach 24 Wochen erzielt werden. „Die topische Therapie ist der systemischen eindeutig überlegen!“
Vitiligo
Bei Vitiligo sind topische Steroide und Calcineurin-Inhibitoren die erste Wahl. „Bei der nicht-segmentalen Vitiligo mit Gesichtsbeteiligung kann mit Ruxolitinib-Creme eine signifikante Repigmentierung erzielt werden“, wies Griess auf den Erfolg mit dem JAK-Inhibitor hin.