Lancet-Report

Klimawandel gefährdet Gesundheit

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Symbolbild Klimawandel © Shutterstock
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Das belegt der „Lancet Countdown Europe Report 2026“, der kürzlich in Lancet Public Health erschienen ist. 65 Forschende aus 46 Institutionen haben dafür 43 Indikatoren zu Klimawandel und Gesundheit systematisch ausgewertet: von Hitzesterblichkeit über Infektionskrankheiten bis hin zu Ernährungssicherheit und politischem Engagement.

Fast alle überwachten europäischen Regionen (99,6 %) verzeichneten zwischen 2015 und 2024 mehr hitzebedingte Todesfälle als noch in den 1990er-Jahren – im Schnitt 52 zusätzliche Tote pro Million Einwohner:innen und Jahr. Allein 2024 wurden rund 62.800 hitzebedingte Todesfälle in Europa geschätzt. Die Pollensaison begann 2015–2024 ein bis zwei Wochen früher als noch 1991–2000. Das Ausbruchsrisiko für Denguefieber stieg europaweit um 297 %, das für das West-Nil-Virus in Westeuropa sogar um 473 %. Auch die Eignung europäischer Küstengewässer für Vibrio-Bakterien nimmt zu – inzwischen auch im Mittelmeer.

Dabei treffen die Folgen nicht alle gleich hart: Haushalte mit niedrigen Einkommen haben eine um 10,9 Prozentpunkte höhere Wahrscheinlichkeit, von klimabedingter Nahrungsmittelunsicherheit betroffen zu sein als Haushalte mit mittleren Einkommen. 2023 waren in Europa dadurch mehr als eine Million Menschen zusätzlich von Hunger oder Mangelernährung bedroht.

Trotz positiver Signale – etwa beim Ausbau erneuerbarer Energien – warnen die Autor:innen vor zu langsamem Fortschritt. Das Zeitfenster für entschlossenes Handeln werde enger.

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