Forschende der Universität Duisburg-Essen haben in einer Laborstudie mit über 800 Personen drei psychologische Mechanismen identifiziert, die problematische Internetnutzung antreiben. Erstens der Wunsch, Stress oder schlechte Stimmung online wegzudrücken. Zweitens ein automatisierter innerer Zwang – der Griff zum Smartphone passiert irgendwann ganz ohne bewusste Entscheidung. Drittens eine reduzierte Impulskontrolle, die das Aufhören schlicht unmöglich macht.
Zusammen erklärten diese Faktoren über 63 % der aktuellen Symptome. Wer vor allem scrollt, um schlechte Laune zu verdrängen, braucht andere Unterstützung als jemand, der schlicht nicht mehr aufhören kann – die Studie liefert erstmals eine empirische Grundlage für solch maßgeschneiderte Therapieansätze.