In dem Themenpapier „Gesundheitssystem 2040“ formuliert er 15 konkrete Vorschläge für Versorgungsstrukturen, Finanzierung und Steuerung. RH-Präsidentin Margit Kraker begründet den Zeitdruck im Vorwort: „Angesichts der bevorstehenden Verhandlungen zum nächsten Finanzausgleich und der Vorarbeiten für die im Jahr 2030 beginnende nächste Planungsperiode halten wir es für zeitkritisch, jetzt eine Zielstruktur für das Gesundheitssystem 2040 zu entwickeln, die Finanzierung daran auszurichten und in die richtigen Bahnen zu lenken.“ Bis 2028 müsse eine Richtungsentscheidung fallen.
Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) begrüßte die Reformvorschläge und verwies auf die laufende Reformpartnerschaft zwischen Bund, Ländern, Sozialversicherung, Gemeinde- und Städtebund. Gemeinsam werde an einem Zielbild für 2040 gearbeitet, das die Versorgung „nachhaltig und finanzierbar“ absichern soll. Besondere Priorität räumte sie Digitalisierung, Telemedizin sowie gemeinsamen Beschaffungsmodellen ein.
Kritik kam von den Grünen: Gesundheitssprecher Ralph Schallmeiner warf der Regierung vor, zwar Reformen anzukündigen, aber nicht zu liefern. Als konkrete Beispiele nannte er das stockende Vorhaben eines österreichweit gültigen Kassenvertrags sowie das Impfen in Apotheken.