Invasive Aspergillose

Neues Antimykotikum Olorofim

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Schimmelpilze der Gattung Aspergillus können allergische, chronische und akut invasive Erkrankungen verursachen. Vor allem immungeschwächte Menschen können an schweren invasiven Aspergillosen erkranken, die primär die Lunge und Atemwege inklusive der Nasennebenhöhlen betreffen.

Mit dem innovativen Antimykotikum Olorofim könnte aufgrund der positiven Daten der Phase-3-OASIS-Studie bald ein dringend benötigter neuer Wirkstoff zugelassen werden. Olorofim hemmt das Pilzenzym Dihydroorotat-Dehydrogenase (DHODH), das Dihydroorotat zu Orotat umsetzt — ein zentraler Schritt zur Bildung von Pyrimidin-Bausteinen. Dadurch fehlen dem Pilz wichtige Bestandteile für den Zellzyklus. Die Folge ist, dass Pilzsporen schlechter keimen, Hyphenwachstum gehemmt wird und bei längerer Exposition Hyphen absterben
können. In der Studie konnte der primäre Endpunkt, die Nichtunterlegenheit gegenüber liposomalem Amphotericin B zur Injektion, erreicht werden.

Bei Zulassung wäre Olorofim das erste Mittel mit neuem Wirkmechanismus gegen invasive Aspergillose seit über 20 Jahren.

Quelle

https://clinicaltrials.gov/study/NCT05101187

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