HLA-Sensibilisierung

Organspende ermöglicht

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Eine Illustration von menschlichen Nieren. © Shutterstock
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20 bis 30 Prozent der wartenden Patient:innen für eine Spenderniere sind von einer relevanten HLA-Sensibilisierung betroffen. Behandlungen, wie z. B. Immunglobuline oder Apheresen, sind nur begrenzt und kurzfristig wirksam. 

Eine Fallstudie an der Medizinischen Universität Wien fand einen Therapieansatz, bei dem eine nachhaltige Reduktion von Antikörpern gegen potenzielle Transplantate erzielt werden konnte. 

Durch den Einsatz des Wirkstoffs Teclistamab, der bisher zur Behandlung von Blutkrebs (Myelom) eingesetzt wurde, konnte eine Nierentransplantation bei ungünstiger immunologischer Ausgangslage durchgeführt werden. Der Wirkstoff eliminiert gezielt jene Zellen in Blut und Knochenmark, die Antikörper gegen körperfremde Strukturen bilden und zur Abstoßung des Transplantats führen. 

Der 37-jährige Patient hatte nach zwei vorangegangenen Nierentransplantationen eine besonders ausgeprägte HLA-Sensibilisierung entwickelt, wodurch die Chance auf ein kompatibles Spenderorgan stark sinken. Der Betroffene stand seit mehr als zwölf Jahren auf der Warteliste und sein Zustand verschlechterte sich zunehmend. 

Durch die Behandlung mit Teclistamab über einen Zeitraum von 31 Wochen wurde die Anzahl der Antikörper gegen Gewebsantigene reduziert und es konnte ein geeignetes Organ gefunden werden. Die Nierenparameter waren nach der Behandlung im Normbereich und die Dialyse konnte beendet werden. 

Quelle

Schatzl M, et al. N Engl J Med 2026. DOI: 10.1056/NEJMc2603853

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