Die Studie von Li et al. bestätigt, dass die Prävalenz der Medikamentennutzung in allen untersuchten Ländern anstieg. Auffällig ist zudem der deutliche Zuwachs bei Erwachsenen, vor allem bei Frauen zwischen 18 und 24 Jahren. Methylphenidat blieb der führende Wirkstoff, während Lisdexamfetamin und Guanfacin nach ihrer Einführung kontinuierlich zunahmen. Die Therapietreue erwies sich als niedrig und psychiatrische Komorbiditäten – insbesondere Depressionen und Angststörungen – waren häufig.
Die Ergebnisse spiegeln einen grundlegenden Wandel in der Versorgung wider und unterstreichen den steigenden Bedarf an spezialisierten Strukturen sowie die Relevanz von Lieferengpässen.
QUELLE
Li et al.: Trends in use of ADHD medications among children and adults in five European countries, 2010–2023.
The Lancet Regional Health – Europe 2026.