Mit einer zweiwöchigen Werbekampagne macht die Apothekerkammer gemeinsam mit den Kärntner Apotheken darauf aufmerksam, dass Gesundheitsversorgung mehr ist als eine anonyme Paketbestellung im Internet. Noch bis 28. Juni wird in klassischen und digitalen Medien im ganzen Bundesland sichtbar, warum die Apotheke vor Ort für eine sichere Versorgung unverzichtbar ist.
Breite Präsenz in Stadt und Land
Die Kärntner Kampagne gegen internationale Online-Konzerne wurde bewusst breit ausgerollt: „Wir greifen auf Inserate in regionalen Tageszeitungen, City Lights in Villach und Klagenfurt, digitale City Lights mit Schwerpunkt auf Regionalbahnhöfen, Infoscreens in Bussen, Plakate in ländlichen Gemeinden, Online-Banner sowie auf Social-Media-Aktivitäten zurück. Zusätzlich gibt es Radiospots auf ORF Kärnten und Antenne Kärnten, um die Botschaft auch akustisch in den Alltag der Menschen zu bringen“, erklärt Mag. pharm. Hans Bachitsch, Präsident der Apothekerkammer Kärnten.
Parallel dazu gibt es für die Apotheken Unterstützung mit hilfreichen Materialien: Plakate, Videos und Social-Media-Grafiken stehen auf der Website der Apothekerkammer zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es Vorlagen für den Selbstdruck sowie auch Plakate in slowenischer Sprache, sodass die Kampagne auch sprachlich der regionalen Situation angepasst werden kann.
Sieben Gründe für die Apotheke vor Ort
„Inhaltlich rückt die Kampagne die Stärken der öffentlichen Apotheken in den Mittelpunkt: persönliche Beratung, rasche Hilfe ohne Termin, sichere Arzneimittelversorgung und neue Dienstleistungen, die online nicht zu ersetzen sind. Alle diese Vorteile werden ausführlich dargestellt – von der geprüften Qualität der Arzneimittel über den Schutz vor Fälschungen bis hin zur flächendeckenden Versorgung in Stadt und Land“, erläutert Mag. pharm. Jutta Polligger-Juvan, Vizepräsidentin der Apothekerkammer Kärnten. Der bekannte Hintergrund: Internationale Online-Konzerne drängen immer stärker in das Geschäftsfeld der Apotheken – mit allen bekannten Risiken von Lieferverzögerungen bis hin zu fehlender persönlicher Beratung.
Zusammenarbeit statt Versandlogistik
Mit der neuen Kärntner Kampagne will die Apothekerkammer auch die gesundheitspolitische Dimension des Themas sichtbar machen. „Gesundheit ist kein gewöhnliches Gut, das man nach Preis und Lieferzeit auswählt“, lautet die zentrale Botschaft der Kampagne. „International agierende Online-Apotheken könnten zwar Pakete verschicken, aber nicht jene persönliche Verantwortung übernehmen, die Apothekerinnen und Apotheker in ihren Gemeinden tagtäglich tragen – von der Akutversorgung mit 24.000 Packungen im durchschnittlichen Lagerbestand bis zur Herstellung individueller Rezepturen für Kinder oder chronisch kranke Patientinnen und Patienten“, so das Apothekerkammer-Präsidium in Klagenfurt. Man hoffe, dass „die Kampagne ein Bewusstsein dafür schafft, dass jede einzelne Apotheke vor Ort ein Stück Gesundheitsinfrastruktur ist – und dass diese Infrastruktur nicht durch anonyme Online-Angebote aus dem Ausland ausgehöhlt werden darf.