Auf Rekordniveau

Gesundheitsausgaben gestiegen

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Mit diesem Wert belegt Österreich laut Statistik Austria im internationalen Vergleich den vierten Platz unter den 38 OECD-Mitgliedsstaaten und liegt damit im oberen Spitzenfeld.


Öffentliche Hand trägt 76 % der Gesundheitskosten

Den Löwenanteil der laufenden Gesundheitsausgaben trug die öffentliche Hand mit 43,8 Mrd. Euro, was 75,7 % des Gesamtvolumens entspricht. Dieser Bereich verzeichnete mit einem Zuwachs von 7,7 % eine überdurchschnittliche Entwicklung. Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk führt dies vor allem auf höhere Personalaufwendungen, steigende Sach- und Betriebskosten sowie Honoraranpassungen zurück. Während in nahezu allen Kategorien deutliche Zuwächse zu verzeichnen waren, bildeten die Präventionsausgaben eine Ausnahme: Sie sanken aufgrund weiter rückläufiger COVID-19-bezogener Aufwendungen um 45,1 %.


Private Ausgaben steigen zweistellig


Deutlich dynamischer entwickelten sich die privaten Gesundheitsausgaben: Sie stiegen 2024 auf 14,04 Mrd. Euro (24,3 % der Gesamtausgaben) – ein Plus von 10,3 %  und damit deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Besonders ausgeprägt fiel der Anstieg im niedergelassenen Bereich aus: Für ambulante Leistungen in Arzt-, Facharzt- und Zahnarztpraxen wurden 1,5 Mrd. Euro mehr ausgegeben, was einem Zuwachs von 12,8 % entspricht. Ebenfalls zweistellig stiegen die Ausgaben für häusliche Pflegeleistungen (+ 11,8 %) und Krankentransporte sowie Rettungsdienste (+ 13,8 %). Laut Statistik Austria spiegeln diese Entwicklungen vor allem gestiegene Personalkosten, höhere Honorare und erhöhte Sachkosten wider.

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