Die erste Analyse von 60 randomisiert kontrollierten Studien mit über 157.000 Teilnehmenden zeigt: Alle geprüften Impfstoffe schützen zuverlässig vor persistierenden Infektionen mit den jeweils enthaltenen HPV-Typen und senken das Auftreten von Krebsvorstufen am Gebärmutterhals im Zeitraum bis sieben Jahre nach der Impfung. Präparate, die zusätzlich die Typen 6 und 11 abdecken, verhindern zudem Genitalwarzen. Die Verträglichkeit wird durch umfangreiche Langzeitdaten untermauert. Schwerwiegende unerwünschte Wirkungen traten nicht häufiger auf als unter Placebo.
Evidenz für Krebsprävention bei jungen Frauen
Ein zweiter Review mit Daten aus 225 Beobachtungsstudien und über 132 Millionen Menschen bestätigt den Nutzen im Versorgungsalltag: Besonders bei Impfung vor dem 16. Lebensjahr sinkt das Risiko für Gebärmutterhalskrebs deutlich – in großen Kohortenstudien um etwa 80 % im Zeitraum 10 bis 14 Jahre nach der Impfung. Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen fanden sich nicht. Es wurde auch kein kausaler Zusammenhang zwischen der Impfung und in sozialen Medien häufig diskutierten Nebenwirkungen gefunden, so die Autor:innen. Offen bleibt, ob eine Einzeldosis bei Kindern ausreichen könnte und wie stark Männer langfristig profitieren.
QuelleN
• Bergman H, et al. Cochrane Database of Systematic Reviews 2025. DOI: 10.1002/14651858.CD015364.pub2
• Henschke N, et al. Cochrane Database of Systematic Reviews 2025. DOI: 10.1002/14651858.CD015363.pub2