In die internationale Studie wurden 2.760 Erwachsene mit akuter symptomatischer Lungenembolie oder proximaler tiefer Venenthrombose (TVT) eingeschlossen. Über drei Monate erhielten sie Apixaban oder Rivaroxaban in den zugelassenen Dosierungen. Das Ergebnis ist deutlich: Unter Apixaban traten klinisch relevante Blutungen nur halb so häufig auf wie unter Rivaroxaban (3,3% vs. 7,1%). Sowohl schwere als auch klinisch relevante nicht schwere Blutungen waren jeweils um absolut 2 % seltener.
Limitationen ergeben sich durch das offene Design, den Ausschluss relevanter Patientengruppen und die kurze Beobachtungsdauer. Dennoch sprechen die Daten klar für eine günstigere Sicherheitsbilanz von Apixaban. Fachgesellschaften stufen beide Wirkstoffe bisher gleich ein, doch die neuen Daten sprechen für eine Neubewertung.
Ein Wirkstoffportrait zu Apixaban finden Sie hier.
QUELLE
Castellucci LA, et al.: Bleeding risk with apixaban vs. rivaroxaban in acute venous thromboembolism.
N Engl J Med 2026; 12; 394(11): 1051-1060