Schlaganfall und Demenz

Bewegung & Schlaf als Prävention

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Analysiert wurden fast 475.000 Erwachsene ohne neuro­logische Vorerkrankungen. Bewertet wurden vier Lebensstilfaktoren: regelmäßige körperliche Aktivität entsprechend gängigen Empfehlungen, eine über dem geschlechtsspezifischen Median liegende Griffkraft, eine tägliche Schlafdauer von 7–8 Stunden sowie weniger als 6 Stunden sedentäre Zeit. Aus diesen Parametern wurde ein Score gebildet, der die Anzahl erfüllter Kriterien abbildet.

Mehrere günstige Faktoren wirken additiv

Die Ergebnisse zeigen eine klare Dosis-Wirkungs-Beziehung: Mit jedem zusätzlichen positiven Faktor sank das Risiko für Schlaganfall und Demenz. Personen mit dem höchsten Score wiesen ein etwa ein Drittel geringeres Schlaganfallrisiko auf. Besonders eindrucksvoll war der Effekt auf das Demenzrisiko, das bei optimalem Lebensstil mehr als halbiert war. Diese Zusammenhänge zeigten sich konsistent über verschiedene Subtypen hinweg. Die protektiven Effekte bestanden auch unabhängig vom APOE‑ε4‑Genotyp. Die Studie verdeutlicht, dass Prävention nicht auf einzelne Maßnahmen reduziert werden sollte. 

Quelle
Chen LH, et al.: Physical activity, muscle strength, sedentary behavior, sleep, and genetic risk of stroke and dementia: findings from a large cohort study. BMC Public Health 2025; 25, 4305.

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