Bereits 2024 wurden in Österreich so viele invasive Pneumokokken-Fälle registriert wie noch nie. Damals wurden 812 Erkrankungen gemeldet. 2025 waren noch mehr Personen schwer erkrankt: Bei 944 Menschen führten letztes Jahr die Bakterien zu einer invasiven Erkrankungsform, z. B. zu einer schweren Pneumonie, Sepsis oder Meningitis. „Der Verlauf kann sehr schwer sein und trotz antibiotischer Therapie zum Tod führen“, erläutert Prim. Dr. Eveline Kink, Leiterin der Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie, LKH Graz II.
Das spiegelt sich ebenfalls in den aktuellen Zahlen wider. 2025 sind 64 Personen an einer IPE gestorben, das sind sieben mehr als noch im Jahr davor. Angestiegen ist auch die Inzidenz von 8,9 auf 10,3 pro 100.000 Einwohner:innen. Männer waren häufiger betroffen als Frauen. Die höchste Inzidenz wurde bei den über 80-Jährigen gemessen. Die Auswertungen der AGES zeigen, dass die Impfstoffe einen Großteil der letztes Jahr kursierenden Serotypen der Pneumokokken abgedeckt haben, vermutlich also viele Krankheitsfälle verhinderbar gewesen wären.
QUELLE
AGES, Nationale Referenzzentrale für Pneumokokken, Jahresbericht 2025.