Es besteht aus zwei Zellschichten, getrennt durch eine durchlässige Membran – und nutzt frische Zellen aus kürzlich durchgeführten Entbindungen. Diese besitzen Eigenschaften, die bei lange kultivierten Zelllinien verloren gehen.
Der Bedarf ist groß: Für die meisten Arzneimittel ist unklar, ob und in welchem Ausmaß sie auf das Ungeborene übergehen. Viele Präparate sind für Schwangere deshalb vorsichtshalber nicht zugelassen – obwohl sie möglicherweise kein Risiko darstellen. Auch Tierversuche liefern hier oft keine belastbaren Antworten,
da die Plazenta je nach Spezies sehr unterschiedlich funktioniert.
Das vom Schweizerischen Nationalfonds geförderte Projekt soll diese Lücke schließen. Künftig soll das Modell auch den Transport von Substanzen wie Eisen und Cholesterin abbilden und zur Reduktion von Tierversuchen beitragen. Für den Routineeinsatz ist die Methode derzeit noch zu arbeitsaufwendig. Informationen zu Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit bietet das Beratungszentrum Embryotox der Berliner Charité unter embryotox.de.