Studie

Bewegung reduziert Krankheitsrisiko

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Intensive Bewegung reduziert das Krankheitsrisiko drastisch. Besonders das Risiko, im Alter an Demenz zu erkranken, sinkt deutlich. © iStock
Intensive Bewegung reduziert das Krankheitsrisiko drastisch. Besonders das Risiko, im Alter an Demenz zu erkranken, sinkt deutlich. © iStock

Die Studie wurde von einem internationalen Team unter der Leitung von Minxue Shen von der Xiangya School of Public Health der Central South University in Hunan in China durchgeführt. In die Analyse waren mehr als 96.000 Personen der UK Biobank integriert. Jede/r Teilnehmer:in trug eine Woche lang einen Beschleunigungsmesser am Handgelenk. So wurden die Gesamtaktivität der Proband:innen und der Anteil der Aktivität, die so intensiv war, dass die Person außer Atem geriet, registriert.


Intensives Bewegen tut gut 

Die Forschenden verglichen die Daten mit dem Risiko, innerhalb der folgenden sieben Jahre zu sterben oder an acht schwerwiegenden Erkrankungen zu erkranken. Diese Krankheiten sind schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzrhythmusstörungen, Typ-2-Diabetes, immunvermittelte Entzündungskrankheiten, Lebererkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, chronische Nierenerkrankungen und Demenz. 


Personen, die einen höheren Anteil ihrer gesamten körperlichen Aktivität mit intensiver Bewegung verbrachten, wiesen ein deutlich geringeres Risiko für alle diese Erkrankungen auf. Beispielsweise hatten diejenigen mit dem höchsten Anteil an intensiver Bewegung im Vergleich zu Personen, die überhaupt keine intensive Aktivität ausübten, ein um 63 % geringeres Risiko, an Demenz zu erkranken, ein um 60 % geringeres Risiko für Typ-2-Diabetes und ein um 46 % geringeres Risiko, früher zu sterben. Diese positiven Effekte blieben auch bei moderater Dauer der intensiven Bewegung bestehen. Die Forschenden fanden außerdem heraus, dass ein höherer Anteil intensiver körperlicher Aktivität bei manchen Erkrankungen wichtiger ist als bei anderen. Bei entzündlichen Erkrankungen wie Arthritis und Psoriasis war beispielsweise die Intensität fast allein ausschlaggebend für die Risikominderung. Bei anderen Erkrankungen wie Diabetes und chronischen Lebererkrankungen spielten sowohl das Ausmaß als auch die Intensität der Aktivität eine Rolle. 


„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass intensive körperliche Aktivität erhebliche gesundheitliche Vorteile bietet. Dafür ist kein Besuch im Fitnessstudio nötig. Schon kurze, leicht anstrengende Aktivitäten im Alltag, wie zum Beispiel zügiges Stiegensteigen, schnelles Gehen zwischen Erledigungen oder aktives Spielen mit Kindern, können einen echten Unterschied machen“, so Studienleiter Minxue Shen.

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