Technik

KI infiltriert die Medizin

Artikel drucken
Symbolbild für Künstliche Intelligenz in der Medizin © Shutterstock
Die Künstliche Intelligenz wird in Europa eher skeptisch gesehen, in den USA oder in Asien eher als Chance. © Shutterstock

„KI wächst in alle medizinischen Fachbereiche hinein. Die Systeme machen große Fortschritte binnen weniger Wochen“, sagte der Wiener Onkologe Christoph Zielinski und Präsident der Central European Cooperative Oncology Group (CECOG) im Gespräch mit der APA und weiter: „KI wird eine zunehmende Rolle bei der Erstellung von Daten, im Labor, in der Diagnostik, in Pathologie, in Therapieentscheidungen und vielen anderen Bereichen spielen.“

Bekannt ist das Beispiel der Radiologie, in der bildgebende Systeme darauf getrimmt werden, mögliche Krankheitsprozesse zu identifizieren. Solche Anwendungen gehörten zu den ersten Bereichen, in welche die künstliche Intelligenz eingedrungen ist und Radiologen direkt unterstützt. Hilfe in der Entscheidungsfindung bei Diagnose und Therapieauswahl wird ganz sicher hinzukommen. Natürlich stellt sich im Endeffekt auch die Frage der Verantwortlichkeit.

„Zum Schluss wird immer der Arzt/die Ärztin verantwortlich sein“, so Zielinski. KI wird aber auch Auswirkungen auf die pharmazeutische Industrie haben. Und schließlich geht es auch um die wissenschaftlichen Publikationen“, sagte Zielinski. Hier werde man zum Beispiel Regeln dafür entwickeln müssen, was wirklich als originär, was als Plagiat zu betrachten ist. Es gebe in der westlichen Welt jedenfalls zwei Richtungen. In Europa wird KI sehr stark als Risiko interpretiert, in den USA wird sie mehr als Chance gesehen. Dementsprechend will man in Europa schnell zu in allen EU-Staaten gleichermaßen geltenden Rahmenbedingungen kommen.

APA/af

Das könnte Sie auch interessieren