Weniger Hospitalisierte 2025

FMSE-Fälle rückläufig

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Zecke © Shutterstock
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Damit lag die Zahl unter jener des besonders starken FSME-Jahres 2024 mit 158 Spitalsfällen, wie der Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH) in einer Aussendung mitteilte. Die Saison 2025 habe sich im Rahmen der „typischen jährlichen Schwankungen“ bewegt, erklärte das Zentrum für Virologie der MedUni Wien. Regional zeigte sich ein deutlicher Schwerpunkt: Mit 53 Fällen verzeichnete Oberösterreich mit Abstand die meisten Erkrankungen.
Von den Höchstwerten des Rekord­jahres 2020 mit mehr als 200 stationären FSME-Fällen blieb man deutlich entfernt, so der ÖVIH.

Unverändert hoch sei jedoch das Risiko für Menschen ohne Impfschutz. Besonders betroffen sind laut aktueller „Virusepidemiologischer Information“ der MedUni Wien Personen über 50 Jahre, die nicht nur häufiger, sondern auch öfter schwer erkranken.


Auch Kinder und Jugendliche zählen zu den Betroffenen: 14,4 % der stationär behandelten FSME-Patientinnen und -Patienten waren jünger als 15 Jahre. Die jüngste Erkrankte war ein erst 18 Tage altes Mädchen. „Die Zahlen zeigen, dass man das Impfen von Kindern nicht vernachlässigen kann. Auch sie können längerfristig unter den Folgen einer Erkrankung leiden, was durch eine Impfung – sie ist laut Impfplan ab dem ersten Lebensjahr möglich – gut verhindert werden kann“, betonte die Infektiologin Univ. Doz. Dr. Ursula Hollenstein in der ÖVIH-Aussendung.


Zudem entwickelt sich FSME zunehmend zu einem Ganzjahresthema. 2025 wurde der erste Fall im April registriert, der letzte im Dezember. „Je wärmer die Winter werden, desto häufiger werden wir zukünftig FSME-Erkrankungen sogar im Winter sehen“, befürchtet Hollenstein. „Daher ist es sinnvoll, sich bereits im Winter die Auffrischungs­impfung zu holen und nicht zu warten, bis die Zecken so richtig aktiv sind.“ Als wirksamste Präventions­maßnahme gilt die FSME-Impfung. Auffrischungen sind alle fünf Jahre vorgesehen, bei Menschen über 60 alle drei Jahre.

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