Hirnaneurysmen

Häufiger als gedacht

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Eine Studie ging nun der Frage nach, ob die weltweit rückläufige Häufigkeit von Hirnblutungen durch geplatzte Aneurysmen (Rückgang um rund 40 % über drei Jahrzehnte, parallel zu abnehmendem Rauchen und Bluthochdruck) auch mit einer sinkenden Prävalenz unrupturierter Hirnaneurysmen einhergeht. 

Prävalenz verdoppelt

In der Metaanalyse von 162 Studien mit 316.131 Personen zeigte sich aber das Gegenteil: Die Prävalenz stieg von 2,9 % (2002–2015) auf 6,6 % (2016–2022). Deutlich erhöht ist sie bei Frauen (5,5 % vs. 3,0 %), bei polyzystischer Nierenerkrankung (12,8 %), Bindegewebserkrankungen (10,3 %) und familiärer Belastung (7,9 %). Rauchen (RR 1,4) und Bluthochdruck (RR 1,6) erhöhen das Risiko zusätzlich. Da die Zahl der Aneurysmablutungen weltweit im selben Zeitraum gesunken ist, wächst der Anteil ungefährlicher Befunde – die Autor:innen plädieren für individuelle Risikoeinschätzung statt pauschaler präventiver Eingriffe.

Quelle

Dremel J, et al.: Prevalence of unruptured intracranial aneurysms according to comorbidities, risk factors, country, and time period: a systematic review and meta-analysis. Lancet Neurol 2026 Oct;25(10):911-925. DOI: 10.1016/S1474-4422(26)00276-0.

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