Charakteristisch sind zudem Kataplexien, also ein kurzzeitiger Verlust der Muskelspannung; auch Schlaflähmungen, gestörter Nachtschlaf und traumartige Wahrnehmungen beim Einschlafen können auftreten. Emmanuel Mignot und Masashi Yanagisawa erhielten 2026 den Albert Lasker Basic Medical Research Award für ihre Arbeiten zum Orexin-System und die Erkenntnis, dass ein Mangel an Orexin eine Ursache der Narkolepsie Typ 1 ist.
Die Phase-3-Studien „First Light“ und „Radiant Light“ zeigten vielversprechende Resultate zum selektiven Orexin-2-Rezeptor-Agonisten Oveporexton. Nach 12 Wochen verlängerte 2 mg zweimal täglich die mittlere Schlaflatenz gegenüber Placebo um rund 18 bis 20 Minuten. 56 bzw. 69 % erreichten eine normale Wachzeit von mindestens 20 Minuten, gegenüber 6 bzw. 0 % unter Placebo. Auch Tagesschläfrigkeit und Kataplexien verbesserten sich deutlich. Die mediane Zahl der Kataplexien sank um 79 bzw. 88,8 % gegenüber 27,7 bzw. 39,1 % unter Placebo. Häufiger Harndrang und vorübergehende Schlaflosigkeit zählten zu den häufigen Nebenwirkungen. Oveporexton ist mittlerweile in den USA, China und Japan zugelassen.
Quelle
Dauvilliers Y, et al.: Oveporexton for narcolepsy type 1—Results from two phase 3 trials. N Engl J Med. 2026 Sep 9. doi: 10.1056/NEJMoa2601598.