Grippesaison

Früher Start auf der Nordhalbkugel

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Ausgerechnet junge Erwachsene: Ihre Antikörper könnten manche H1N1-Varianten laut ersten Daten schlechter erkennen. © Shutterstock
Ausgerechnet junge Erwachsene: Ihre Antikörper könnten manche H1N1-Varianten laut ersten Daten schlechter erkennen. © Shutterstock

In Großbritannien und an der US-Westküste ist der Anteil positiver Influenzatests für diese Jahreszeit ungewöhnlich hoch. In Japan führten Ausbrüche im August und September zu Schulschließungen, berichtet ein aktueller Nature-Beitrag.

H1N1 mit auffälliger Mutation

Anders als im Vorjahr dominiert der Subtyp H1N1: In den USA entfielen Ende September 96 % der subtypisierten Fälle darauf. Im Fokus steht die Mutation G155E. Laut einer vorab veröffentlichten Studie werden manche Varianten mit dieser Mutation von vorhandenen Antikörpern schlechter erkannt – vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Autor:innen vermuten eine Immunprägung: Der erste H1N1-Kontakt dieser Altersgruppe war wohl das Pandemievirus von 2009. Der Südhalbkugel-Impfstoff 2026 – mit demselben H1N1-Stamm wie die heurige Impfung – steigerte die Antikörpertiter auch gegen diese Varianten, allerdings etwas schwächer. Die Daten sind vorläufig, und ein früher Beginn bedeutet nicht zwangsläufig eine schwerere Saison. In den USA wird aber ein früherer Impfstart diskutiert.

Quellen

  1. Lenharo M: Flu season could kick off ‘incredibly’ early – what scientists are watching. Nature. 2026;658:585-6. DOI:10.1038/d41586-026-03150-82
  2. Kikawa C, et al. Near real-time data on the human neutralizing antibody landscape to influenza virus in summer of 2026 shows antigenic advance of H3N2 subclade K region D mutants and H1N1 D.3.1.1 Sa mutants. bioRxiv [Preprint]. 2026. doi:10.64898/2026.09.15.751855

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