Persenbeug (NÖ)

Apotheker rettet Radfahrer das Leben

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V. l. n. r.: Die Lebensretter:innen PKA Julia Ballwein, PKA Daniela Seitner und Mag. pharm. Volker Binder © beigestellt
V. l. n. r.: Die Lebensretter:innen PKA Julia Ballwein, PKA Daniela Seitner und Mag. pharm. Volker Binder © beigestellt

Mag. pharm. Volker Binder misst den Blutdruck, stellt einen extrem niedrigen Wert fest, der Puls ist unregelmäßig. Er ruft die Gemeindeärztin an, empfiehlt ein EKG. Die Situation scheint beherrschbar, doch dann geht der Mann direkt an der Tara in die Knie.

Binder reagiert sofort: Er lagert die Beine hoch, spricht mit dem Patienten, versucht ihn bei Bewusstsein zu halten. „Plötzlich hat er zu röcheln begonnen, keine Luft mehr bekommen – und plötzlich war Atemstillstand“, berichtet der Apotheker. Kein tastbarer Puls mehr. „Ich habe ihm das Radtrikot nach oben gezogen, drei Herzmassagen durchgeführt und dann ist er wieder zu sich gekommen.“ Die Erleichterung hält jedoch nur kurz. „Nach ein paar Minuten hat sich die Szenerie wiederholt, wieder Bewusstlosigkeit, Atem- und Herzstillstand. Dann habe ich schon zehn Herzmassagen durchführen müssen, bis er wieder zu sich gekommen ist.“ Während Binder reanimiert, alarmieren seine Kolleginnen Manuela Engl, Julia Ballwein und Daniela Seitner den Notruf und versorgen die Kundschaft diskret über das Nachtausgabefenster. Das Rote Kreuz trifft rasch ein, auch die Notfallsanitäterin muss noch zweimal reanimieren. Der Notarzt stabilisiert den Patienten schließlich und bringt ihn ins Landesklinikum Amstetten. Mittlerweile ist der Patient wieder wohlauf, ohne bleibende Schäden. 

Was ihm in diesen Minuten durch den Kopf gegangen sei? „Gar nichts“, sagt Binder. „Das kommt erst im Nachhinein.“ Binder möchte nicht als Held dastehen – aber er hofft, dass die Geschichte etwas auslöst: „Es ist sicherlich gut, wenn alle daran erinnert werden, wie wichtig es ist, den Erste-Hilfe-Kurs aufzufrischen – und dass man in so einer Situation nicht zögert.“ Der behandelnde Notarzt, so berichtete Apotheken-Gesellschafter Mag. pharm. Werner Luks, habe sich ausdrücklich für das beherzte Eingreifen bedankt.

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