Deutlich negativer Einfluss

Expertin für Social-Media-Verbot für Jugendliche

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Social Media © Shutterstock
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„Der Einfluss von Social Media ist deutlich negativer Art“, so Sevecke. Nach dem Amoklauf an einer Schule in Graz im Vorjahr sei besonders aufgefallen, dass Kinder und Jugendliche mit „verstörenden Bildern und Videos“ konfrontiert waren. Im Anschluss hatte sich indes eine politische Debatte über ein mögliches Social-Media-Verbot entzündet. „Ein hoher Medienkonsum geht mit mehr psychischen Erkrankungen einher“, hielt Sevecke fest.

Für Dr. Thomas Lackner, leitender Psychologe an der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hall, wäre es mit einem Verbot alleine jedoch nicht getan. Kinder und Jugendliche bräuchten die Diskussion über „Grenzen“. „Erwachsene müssen sich verantwortlich fühlen für Kinder und Jugendliche“, nimmt er die Eltern stark in die Pflicht. Es gilt insgesamt, Familien zu „stärken“. Lange vor der Corona-Pandemie habe es nämlich tiefgreifende Veränderungen in den Familienstrukturen gegeben. Eltern seien oftmals „kaum in der Elternrolle“ und hätten „keine Energie“ für ihre Kinder.

Laut aktuellen Zahlen fühlen sich circa 40 bis 50 % der Kinder und Jugendlichen hierzulande psychisch belastet. Besonders betroffen seien sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie Kinder psychisch belasteter Eltern. Für Sevecke war die „Generation Alpha“ – also jene Kinder, die seit 2010 geboren wurden – die „vulnerable Gruppe“ der aktuellen Zeit. Früher seien Erwachsene ab dem Pensionsalter am stärksten von Belastungen betroffen gewesen.

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