Analysiert wurden Daten von Personen, die zwischen 1945 und 1968 in Göteborg geboren worden waren. Die Informationen über deren Gesundheit, speziell deren Gewichtsentwicklung, wurden mittlerweile mit elektronischen Gesundheitsdaten-Registern verknüpft und ausgewertet. Die Hauptmessgröße war die Diagnose einer koronaren Herzkrankheit (z. B. auch Herzinfarkt; tödlich oder nicht tödlich) im Erwachsenenalter. Die Studie umfasste 103.000 Personen.
Den Ergebnissen zufolge ist sowohl ein Übergewicht, das erst mit Beginn der Pubertät auftritt – also bei zuvor normalgewichtigen Kindern –, als auch ein dauerhaftes Übergewicht von der Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko verbunden. Im ersten Fall lag das Risiko für eine koronare Herzkrankheit um 83 % höher als bei Personen ohne Übergewicht, im zweiten Fall um 53 %. Gleichzeitig liefern die Ergebnisse auch eine positive Botschaft: Wird Übergewicht in der Kindheit noch vor dem jungen Erwachsenenalter abgebaut, gleicht sich das Herz-Kreislauf-Risiko nahezu jenem von durchgehend normalgewichtigen Personen an.