Expert:innen warnen

Österreich fällt im Life-Sciences-Wettbewerb zurück

Artikel drucken
Life-Sciences-Wettbewerb © Shutterstock
© Shutterstock

Globale Krisen, geopolitische Unsicherheiten und strukturelle Schwächen in Europa gefährden die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist Europas Anteil an globalen Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen deutlich gesunken, ebenso jener an klinischen Studien. Auch Österreich droht weiter an Boden zu verlieren.

Der Anteil an globalen F&E-Investitionen ist um 25 % gesunken, der Anteil an klinischen Studien zur Arzneimittelentwicklung ist von 22 auf 14 % zurückgegangen. Vor diesem Hintergrund gab es Anfang Dezember eine Diskussionsrunde in den Räumen des Parlaments über die Zukunft der Life Sciences. Der Genetiker Prof. Dr. Josef Penninger kritisierte die fehlende Risikobereitschaft und bürokratische Hürden in Europa. Forschung werde hierzulande zu oft als Kostenfaktor betrachtet, während sie in anderen Regionen als langfristige Investition verstanden werde. Pharmig-Präsident Dr. Pavol Dobrocky forderte eine klare Life-Sciences-Strategie, die Forschung, Produktion und Marktzugang gleichermaßen stärkt. Nur mit effizienten Strukturen und wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen könne Österreich innovative Therapien entwickeln und international bestehen, so Dobrocky.

Das könnte Sie auch interessieren