Besonders lange Wartezeiten und stark steigende private Gesundheitsausgaben belasten die Bevölkerung und verstärken laut OECD die Gefahr einer Zwei-Klassen-Medizin. Mit Gesundheitsausgaben von knapp 4.900 Euro pro Kopf liegt Österreich über dem EU-Durchschnitt.
Während die öffentlichen Ausgaben vergleichsweise hoch sind, fallen vor allem die privaten Zahlungen ins Gewicht: Der Anteil der Eigenleistungen liegt deutlich über dem EU-Schnitt. Die Bundesregierung sieht sich durch den OECD-Bericht in ihrem Reformkurs bestätigt. Ziel ist es, den öffentlichen Gesundheitssektor zu stärken, Wartezeiten zu verkürzen und den Zugang zur Versorgung unabhängiger vom Einkommen zu machen.