Stada Health Report 2026

KI verändert die Gesundheitsversorgung

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Für den STADA Health Report 2026 hat das Marktforschungsinstitut Human8 von Februar bis März 2026 rund 20.000 Personen in 20 Ländern befragt, darunter auch in Österreich. Nur 56 % sind mit ihrem öffentlichen Gesundheitssystem zufrieden – weniger als im Vorjahr (58 %). Zwei Drittel (67 %) nennen Personalmangel und lange Wartezeiten als größtes Problem ihres Landes.

Zugleich hält KI im Gesundheitsalltag Einzug: 55 % nutzen sie bereits im Gesundheitskontext, bei den unter 35-Jährigen sind es 74 %. Am häufigsten dient sie dazu, Diagnosen besser zu verstehen (29 %), als eine inoffizielle Zweitmeinung. 58 % würden eine KI-Konsultation anstelle eines Arztbesuchs in Betracht ziehen, die Mehrheit aber nur mit menschlicher Aufsicht. Die größte Sorge gilt Fehlern und Fehldiagnosen durch mangelhafte KI-Systeme (54 %). Zur Selbstmedikation greift praktisch jeder: 94 % behandeln mindestens ein Beschwerdebild selbst, fast die Hälfte (47 %), um Wartezeiten zu umgehen.

Persönlicher Kontakt wichtig

84 % der Österreicher:innen fühlen sich laut Report imstande, ihre Gesundheit selbst zu managen; das ist der dritthöchste Wert im Ländervergleich. Zugleich sagen 50 %, sie würden einer KI-Diagnose nie so viel Glauben schenken wie einer ärztlichen; nur in Belgien und Irland ist die Ablehnung größer. Beim Versorgungsweg bleibt das Land betont analog: 87 % wollen ihren Hausarzt oder ihre Hausärztin persönlich sehen, bei Angeboten für die psychische Gesundheit sind es 77 % – jeweils unter den europäischen Spitzenwerten. Passend dazu erwarten 42 %, dass medizinisches Fachpersonal als vertrauenswürdige Ansprechperson an Bedeutung gewinnt. 

Apotheken als analoger Anker

Apotheker:innen und ihre Teams beeinflussen die Gesundheitsentscheidungen von 57 % der Befragten, und das nahezu konstant über alle Altersgruppen. Zugleich würden 62 % einer reinen Online-Apotheke zumindest teilweise vertrauen, 25 % allerdings nur bei rezeptfreien Produkten, 23 % nur bei Anbindung an eine lokale Apotheke. Gut ein Drittel (35 %) räumt ein, sich an der Tara beraten zu lassen, aber online zu kaufen – aus Preis- und Bequemlichkeitsgründen. Ganz oben auf der Wunschliste an die Apotheke der Zukunft: eigenmächtig ausgestellte Dauerrezepte für chronische Erkrankungen, gefolgt von Rund-um-die-Uhr-Öffnung mit pharmazeutischer Beratung. Für STADA-CEO Peter Goldschmidt ist klar: „Die Frage ist nicht, ob sich Apotheken verändern werden, sondern, wie sie sich zu Dreh- und Angelpunkten entwickeln, die menschliches Fachwissen mit der Geschwindigkeit und Reichweite digitaler Tools verbinden.“

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