Die ÖGK bleibt größter Verlustbringer, verbessert sich aber am stärksten. Auch die BVAEB reduziert ihren Abgang von 102,7 auf 65,1 Mio. Euro. Einzige schwarze Zahlen liefert weiterhin die SVS, mit 105,4 statt 115,6 Mio. Euro leicht geringerem Gewinn.
Auch die Vorschau für die kommenden Jahre fällt günstiger aus, auch wenn die Kurve weiter nach unten zeigt: Bis 2030 wird ein Abgang im mittleren dreistelligen Millionenbereich erwartet. ÖGK-Obmann Andreas Huss bezeichnet die Entwicklung als erfreulich, weist aber darauf hin, dass geplante Leistungsausweitungen der kommenden Jahre in den Zahlen noch nicht berücksichtigt seien.
Dachverband-Chef Peter McDonald führt die Entwicklung auf ein Bündel an Maßnahmen zurück: Gehaltsabschlüsse unter der Inflation, den Abbau von Dienstposten in der ÖGK, kleinere Verwaltungsflächen sowie strengere Regeln bei Krankentransporten und Selbstbehalten. Auch niedrigere Abschlüsse mit Vertragspartnern und ein höherer Krankenversicherungsbeitrag für Pensionist:innen hätten gegriffen: „Es ist ja unser Job, als selbstverwaltete Führung der Versicherungsgemeinschaft sicherzustellen, dass wir nicht mehr ausgeben, als wir an Geld zur Verfügung haben. Das passiert nicht aus Selbstzweck, sondern aus Verantwortungsbewusstsein und um den medizinischen Fortschritt für alle weiterhin zugänglich zu machen.“