Präsident Sourij kündigt an, die Verzahnung von Forschung, klinischer Versorgung und Gesundheitspolitik weiter zu intensivieren. „Unser Ziel ist es, die Versorgung von Menschen mit Diabetes in Österreich nachhaltig zu stärken und Innovationen rasch in die Praxis zu bringen.“ Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem gezielten Aufbau von Expertise in der zweiten Versorgungsebene. Geplant ist unter anderem ein neues Aus- und Weiterbildungsprogramm für metabolische Expert:innen, das vertiefte Kenntnisse in der Betreuung von Menschen mit Diabetes und metabolischen Erkrankungen vermitteln soll.
Einen inhaltlichen Schwerpunkt setzt das neue Führungsteam auf das Thema Bewegung. „Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen klar, dass Menschen mit Typ-1-Diabetes bei optimaler Einstellung und mit modernen technischen Hilfsmitteln sogar im Spitzensport oder als Pilot:innen erfolgreich aktiv sein können“, erklärt Mader. Weitere strategische Schwerpunkte liegen in der Erforschung seltener Diabetesformen, insbesondere MODY (Maturity-Onset Diabetes of the Young), sowie in der strukturierten Nutzung nationaler Gesundheitsdaten.
Ein besonderes Anliegen des neuen Präsidenten ist die kontinuierliche Verbesserung der Versorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes. Bestehende Pilotprojekte, wie etwa mobile Diabetesassistenzmodelle, sollen weitergeführt und ausgebaut werden. Auch wissenschaftlich will die ÖDG neue Impulse setzen. Zukunftsweisende Forschungsfelder sieht Sourij in frühen Interventionen bei Typ-1-Diabetes, etwa durch Immun- oder Zelltherapien, sowie in innovativen Lebensstilinterventionen bei Typ-2-Diabetes. Internationale Kooperationen sollen weiter intensiviert werden, um an global relevanten Studien und Leitlinienentwicklungen mitzuwirken.