Berufsstand setzt Zeichen

Apothekenproteste in Deutschland

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Mit Botschaften wie „Apotheken gibt’s nicht zum Nulltarif“  wurde auf die angespannte Lage aufmerksam gemacht. © Sarah Decker-Izzo
Mit Botschaften wie „Apotheken gibt’s nicht zum Nulltarif“ wurde auf die angespannte Lage aufmerksam gemacht. © Sarah Decker-Izzo

Die Teams forderten die Bundesregierung auf, die im Koalitionsvertrag zugesagte Anpassung der Apothekenvergütung endlich umzusetzen. Hintergrund ist ein seit vielen Jahren anhaltender Stillstand bei der Honorierung, der nach Ansicht der Berufsvertretungen zu massiven wirtschaftlichen Belastungen und zu einem beschleunigten Apothekensterben führt.


Breite Beteiligung und klare Forderungen

Die größte Kundgebung fand in Düsseldorf statt, wo sich etwa 10.000 Personen versammelten. Auch in Berlin, München und Hannover füllten Apothekenteams zentrale Plätze. Vertreter:innen der deutschen Standesorganisationen warnten, dass jede weitere Schließung die Wege zur nächsten Apotheke verlängere und die Versorgungssicherheit gefährde. Unterstützung kam teils aus der Landespolitik, während andere Stimmen auf die angespannte Finanzlage der Krankenkassen verwiesen. Die Protestierenden hielten dagegen, dass die Versorgung nur mit einer angemessenen Vergütung dauerhaft gesichert werden könne. Ein solcher Protest zeigt, wie entscheidend verlässliche Rahmenbedingungen für eine stabile und zukunftsfähige Arzneimittelversorgung sind.
RS

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