Die pharmazeutische Betreuung von Palliativpatient:innen stellt aufgrund komplexer medikamentöser Therapie und oft multimorbider Krankheitsbilder eine besondere fachliche Herausforderung dar. Um Apotheker:innen bei der Betreuung von Patient:innen in dieser sensiblen Phase zu unterstützen, hat die Pharmazeutische Abteilung ihr Online-Angebot erweitert.
Unter der Rubrik „Pharmazeutische Informationen/Aktuelle pharmazeutische Themen“ steht ab sofort der neue Bereich „Palliativpharmazie“ zur Verfügung. Hier findet man die Kontaktmöglichkeit zur Arbeitsgruppe „Palliativpharmazie“ der Österreichischen Palliativgesellschaft (OPG). Die Arbeitsgruppe setzt sich aus Apotheker:innen zusammen, die in die Betreuung von Palliativpatient:innen eingebunden sind. Die Kolleg:innen möchten den Wissenstransfer zwischen intra- und extramuralem Bereich fördern, eine Anlaufstelle für medikamentenbezogene Fragestellungen für alle beteiligten Berufsgruppen sein und den Erfahrungsaustausch im palliativpharmazeutischen Bereich ermöglichen.
Bei konkreten Fragen besteht die Möglichkeit, über die „Pharmaanfrage“ die Arbeitsgruppe zu kontaktieren. Hilfestellung gibt es unter anderem zu den Themengebieten Wechselwirkungen, unerwünschte Arzneimittelwirkungen, „Deprescribing“, Arzneimittelanwendungen außerhalb der Zulassung, Applikationstechniken, Kompatibilitäten von Parenteralia und unzureichend behandelte palliativmedizinische Symptome.
Hilfreiche Informationen und Tools zum Off-Label-Use und zur Infusionstherapie gibt es auch vom Kompetenzzentrum Palliativpharmazie des LMU Klinikums München, zu dem ebenfalls verlinkt wird.