Bei Sommerhitze ein eisgekühltes „Slushy“: Besonders bei Kindern sind die meist in knalligen Farben angebotenen Slush-Ice-Getränke beliebt. Doch die Drinks können Glycerin enthalten und für Kinder ein unterschätztes Risiko sein. Ursache ist zugesetztes Glycerin (E 422), das die halbgefrorene Konsistenz erhält. In höheren Einzeldosen wirkt Glycerin osmotisch und pharmakologisch: Es erhöht vorübergehend die Osmolalität im Blut und zieht Wasser aus Geweben – ein Effekt, der therapeutisch bei erhöhtem Hirn- oder Augeninnendruck genutzt wird.
Akute Beschwerden innerhalb kurzer Zeit
Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) kann bereits ein großes Getränk die akute Referenzdosis von 125 mg Glycerin/kg KG überschreiten; kleine Kinder erreichen kritische Mengen besonders schnell. Warnzeichen nach raschem Konsum sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Durchfall, Benommenheit bis hin zu kurzzeitigen Bewusstseinsstörungen. Slushies für kleine Kinder sollten daher besser gemieden oder zumindest stark begrenzt und bei Beschwerden gezielt nach kürzlich konsumiertem Slush-Ice gefragt werden.
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