Studie

Zu wenig Wasser macht vermutlich dick

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Wasser © Shutterstock
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Eine internationale One-Health-Studie unter Beteiligung der Veterinärmedizinischen Universität Wien zeigt nun: Bei zu geringer Wasseraufnahme könnten beim Menschen ähnliche biologische Mechanismen greifen wie bei wild lebenden Tieren im Winterschlaf. Die Forschenden fanden Hinweise darauf, dass Wassermangel ein Auslöser für die Fettspeicherung sein kann.

Bei Tieren dient dieser Prozess dem Überleben in Zeiten, in denen Wasser nicht verfügbar ist. Diese Erkenntnis ist auch für das Verständnis von Übergewicht und Adipositas beim Menschen relevant, insbesondere im Zusammenhang mit hohem Salz- und Zuckerkonsum. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr könnte demnach eine schützende Wirkung haben. Im Fokus der Studie stehen Mechanismen, mit denen Organismen einer Dehydrierung vorbeugen. Tiere im Winterschlaf produzieren Wasser aus dem Abbau von Fett und Glykogen.

Dieser Stoffwechsel wird über Hormone wie Vasopressin gesteuert und ermöglicht es, längere Phasen ohne äußere Wasserzufuhr zu überstehen. Ähnliche Prozesse könnten laut den Forschenden auch beim Menschen aktiviert werden, wenn der Wasserhaushalt aus dem Gleichgewicht gerät. Relevant ist dabei die Rolle von Fruktose, Salz und hormonellen Signalen. Die Studie legt nahe, dass Fruktose die Fettspeicherung fördert, indem sie den Durst steigert, die Vasopressin-Ausschüttung erhöht und die Regulation des Körpergewichts stört. Viele Menschen mit Adipositas weisen entsprechend erhöhte Vasopressin-Werte und Anzeichen von Dehydrierung auf – Faktoren, die als Risikomarker für Stoffwechselerkrankungen gelten.

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