HIV-Prävention 

Südafrika setzt auf Vaginalring

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Vaginalring © Shutterstock
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Mit Vaginalringen aus Silikon, die den antiretroviralen Wirkstoff Dapivirin abgeben, sollen sich Frauen in einem gewissen Umfang vor HIV-Infektionen schützen und sind daher nicht mehr nur von der Verwendung von Kondomen oder täglich einzunehmenden antiretroviralen Wirkstoffen abhängig.

Die WHO hat den Einsatz derartiger Vaginalringe bereits 2021 empfohlen. HIV-Infektionen seien bei Frauen, die den Ring nutzten, in Studien um bis zu 35 % zurückgegangen. Zwei Verlängerungsstudien deuteten auf eine deutlich höhere Wirksamkeit hin. 

Der Vaginalring muss monatlich ausgetauscht werden.„Wir müssen Frauen mehr Kontrolle über ihre Gesundheit und ihren Körper geben“, sagte die Chefin der Aids-Stiftung Südafrikas, Ntombenhle Mkhize. Drei lokale Organisationen wollen in Südafrika demnächst Vaginalringe ausgeben, mit denen sich Frauen im gewissen Umfang schützen können. 16.000 Einheiten seien mit finanzieller Unterstützung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria bestellt worden.

Red.

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