Eine US-Studie im Fachjournal Frontiers in Psychology hat untersucht, wie sich diese elterliche Ablenkung – in der Forschung „Technoference“ und „Phubbing“ genannt – auf die Bindung zu Jugendlichen auswirkt. Befragt wurden 600 Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren, erhoben mit einer eigens validierten Skala.
Jugendliche, die ihre Eltern häufig als vom Bildschirm abgelenkt erlebten, berichteten zugleich über eine unsicherere Bindung: in der ängstlich-anklammernden wie in der vermeidend-distanzierten Form, und das gegenüber Mutter- wie Vaterfigur. Was Ursache und was Folge ist, bleibt offen. Womöglich belastet die Ablenkung die Bindung; womöglich nehmen aber auch unsicher gebundene Jugendliche das Verhalten ihrer Eltern empfindlicher wahr.
Quelle
Grant D, et al. Frontiers in Psychology 2026; 17: 1766665