Expert:innen aus Österreich und Deutschland diskutierten, wie digitale Technologien Diagnosen verbessern, Personal entlasten und Therapien unterstützen können – und vor allem auch, welche Voraussetzungen dafür nötig sind.
„Digitale Technologien und Künstliche Intelligenz eröffnen neue Dimensionen in Prävention, Diagnostik, Therapie und Versorgung“, sagte Rektorin Univ.-Prof. Dr. Viktoria Weber, die zugleich betonte, dass Qualität, Transparenz und Vertrauen entscheidend seien. Weiters informierte sie darüber, dass die Fakultät für Gesundheit und Medizin KI bereits in neun Forschungsprojekte integriert.
Univ.-Prof. Dr. Günter Klambauer von der Johannes Kepler Universität Linz hob in seiner Keynote die großen Chancen für die Medizin hervor. KI könne zwar Aufgaben übernehmen, Menschen aber nicht ersetzen. Auch bei der wissenschaftlichen Evidenzsynthese unterstützt KI, wie Dr. Arianna Gadinger von der Universität für Weiterbildung Krems zeigte. Auch sie betonte, dass die menschliche Expertise etwa bei komplexen Interpretationen weiterhin gefragt sei. In der Podiumsdiskussion wurde deutlich: Gute Technik allein reicht nicht. Anwendungen müssen sicher, benutzerfreundlich und praktikabel sein. Zudem gelten für KI dieselben Qualitätsstandards wie für die Medizin.
Als langfristige Ziele nannten die Fachleute personalisierte Therapien, weniger Doppeluntersuchungen und eine bessere Versorgung. Besonders wichtig sei, dass auch bislang unterversorgte Bevölkerungsgruppen von den Innovationen profitieren.