Gendermedizin für Pharmazeut:innen und Ärzt:innen
Herzgesundheit 3.0 heißt: Wir verabschieden uns von der Illusion einer „geschlechtsneutralen“ Kardiologie – Biologie, Hormone, Schwangerschaftsanamnese und Genderrollen entscheiden messbar über Risiko, Symptome und Prognose. Dieselbe Diagnose, dieselben Leitlinien – aber völlig unterschiedliche Wege zur Todesursache Nr. 1 Herz-Kreislauf Erkrankung, unterschiedliche Warnzeichen und eine deutlich andere Verträglichkeit und Wirksamkeit von Medikamenten bei Frauen und Männern. Im Vortrag zeige ich, warum wir Herz-Kreislauf-Erkrankungen nur dann wirksam verhindern und behandeln können, wenn wir Sex und Gender konsequent mitdenken – von der Risikostratifikation über Lp(a) und Schwangerschaftsrisiken bis zur richtigen Dosis der „gleiche Tablette, andere Wirkung“.
Die ästhetische und plastische Chirurgie wird heute zu einem Spiegel gesellschaftlicher Veränderungen: Geschlechterrollen werden fluider, Diversität von Körperbildern nimmt zu, und Patient:innen definieren „Schönheit“ zunehmend individueller. Während Frauen nach wie vor die Mehrheit der ästhetischplastischen Eingriffe ausmachen, wächst die Zahl der Männer, die gezielt Behandlungen wie Lidkorrekturen, Fettabsaugung oder Gynäkomastie Korrekturen nachfragen – getrieben von Leistungsdruck, Altersangst und medialen Vorbildern. Für die plastische Chirurgie bedeutet das: Wir müssen geschlechts- und diversitätssensible Medizin ernst nehmen, Erwartungen von Frauen, Männern und nicht-binären Personen verstehen und Eingriffe so planen, dass funktionelle Sicherheit, Long-Term-Outcome und psychosoziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt werden.
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