AUVA-Daten 2025

Gewalt im Arbeitsumfeld: Erschreckende Zahlen & hohe Dunkelziffer

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Besonders betroffen sind Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialbereich sowie Menschen in Berufen mit intensivem Kundenkontakt, etwa im öffentlichen Verkehr, Handel oder in der Verwaltung. 

Nur schwerwiegende Übergriffe berücksichtigt 

Die AUVA weist darauf hin, dass die tatsächliche Zahl der Vorfälle deutlich höher liegen dürfte. Erfasst werden nur Fälle körperlicher Gewalt, die zu einem Krankenstand führen. Psychische Gewalt, verbale Übergriffe, sexuelle Belästigung sowie Vorfälle in anderen Versicherungsbereichen, etwa bei Beamt:innen oder der Polizei, scheinen in der Statistik nicht auf. 

Zu den häufigsten Übergriffen zählen Beschimpfungen, Drohungen, Stoßen, Treten, Beißen oder andere körperliche Attacken. Gerade im Pflegebereich kommt es vor, dass Beschäftigte an den Haaren gerissen oder gebissen werden. Die Folgen reichen von Schürf- und Kratzwunden, Prellungen und psychischem Schock bis zu Stress, Angstzuständen, längeren Krankenständen und dauerhaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen.
Rund zwei Drittel der 2025 registrierten Gewaltvorfälle gehen von externen Personen aus, zugleich nimmt aber auch Gewalt innerhalb von Betrieben zu. 

Frauen häufiger betroffen 

Frauen sind häufiger als Männer von Gewalt betroffen, was u. a. daran liegt, dass sie stärker in gefährdeteren Branchen wie Pflege und Sozialbereich vertreten sind. Belästigung und sexuelle Gewalt betreffen ebenfalls verstärkt Frauen – Vorfälle, die in der AUVA-Statistik aber nicht enthalten sind. AUVA-Präventionsdirektorin Caroline Krammer warnt daher, Gewalt am Arbeitsplatz als Randproblem zu betrachten. Steigende Fallzahlen und hohe Dunkelziffer zeigten, dass es sich um ein zunehmend relevantes Thema des Arbeitnehmer- und Gesundheitsschutzes handelt.  

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