Vitamin-D-Management

Sekundärprävention nach Myokard­infarkt

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Die TARGET D-Studie liefert nun neue Impulse für die kardiovaskuläre Sekundärprävention: Ein personalisiertes Vitamin-D-Management könnte das Risiko eines erneuten Myokardinfarkts deutlich senken.

Hintergrund ist die hohe Prävalenz niedriger Vitamin-D-Spiegel bei Herzpatient:innen – in der Studie lagen 85 % der Teilnehmenden unter 40 ng/ml. Standardisierte Dosierungen hatten in früheren Untersuchungen keinen Nutzen gezeigt, da Blutspiegel meist nicht kontrolliert wurden.


Zielwertorientierter Ansatz ist entscheidend


In TARGET D wurden Patient:innen nach akutem Myokardinfarkt randomisiert entweder ohne aktives Vitamin-D-Management oder mit einer zielwertorientierten Vitamin-D3-Therapie behandelt. Die Dosierung wurde alle drei Monate angepasst, um Werte > 40 ng/ml zu erreichen; über die Hälfte benötigte mehr als 5.000 IE täglich. Trotz hoher Dosierungen traten keine sicherheitsrelevanten Ereignisse auf.


Während der kombinierte MACE (Major Adverse Cardiac Events)-Endpunkt nicht signifikant beeinflusst wurde, zeigte sich ein klarer Effekt auf erneute Infarkte: Das Risiko eines zweiten Myokardinfarkts wurde um rund 50 % reduziert. Dieser Zusammenhang zwischen erreichten Serumspiegeln und klinischem Nutzen unterstreicht die Bedeutung eines präzisionsmedizinischen Vorgehens. 

Quellen
•   AHA Scientific Sessions 2025 
•   https://clinicaltrials.gov/study/NCT02996721

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