Eine randomisierte Studie, publiziert in Lancet, vergleicht nun diese drei zentralen Leitlinienoptionen direkt.
Eingeschlossen wurden 768 nicht schwangere Frauen mit typischen Symptomen einer unkomplizierten Zystitis; 720 Datensätze flossen in die Analyse ein. Die Patientinnen erhielten entweder einmalig 3 g Fosfomycin, zweimal 3 g im Abstand von 24 Stunden, fünf Tage lang dreimal täglich 100 mg Nitrofurantoin oder drei Tage lang dreimal täglich 400 mg Pivmecillinam.
Nach sieben Tagen waren unter Fosfomycin 1 x 3 g 58,9 % symptomfrei. Nitrofurantoin erreichte 74,4 % (Differenz 15,5 %; signifikant), Pivmecillinam 69,8 % (Differenz 10,9 %; nicht signifikant).
Zwei Dosen Fosfomycin boten keinen Vorteil (67,4 %). Zweittherapien waren nach Fosfomycin häufiger erforderlich (1x: 30 %; 2x: 19 %) als unter Nitrofurantoin oder Pivmecillinam (je 16 %). Nebenwirkungen traten in allen Gruppen ähnlich häufig auf (20–27 %), meist mild. Insgesamt bestätigt die Studie die geringere Wirksamkeit von Fosfomycin und zeigt für Pivmecillinam eine vergleichbare Effektivität zu Nitrofurantoin, was seine Rolle als leitliniengerechte Alternative stärkt.
Quelle
Llor C, et al.: Clinical and bacteriological effectiveness of three different short-course antibiotic regimens and single-dose fosfomycin for uncomplicated lower urinary tract infections in women (SCOUT): a pragmatic, multicentre, open-label, randomised clinical trial. Lancet 2026. DOI: 10.1016/S0140-6736(25)02171-3