Fortbildungsabend
In Österreich wird die Zahl der Patient:innen, die unter einer Herzinsuffizienz leiden, auf drei- bis vierhunderttausend geschätzt. Die Zahl der wegen einer Herzinsuffizienz in Krankenhäusern behandelten Patient:innen ist seit Jahren hoch, da die Häufigkeit der Erkrankung mit dem Lebensalter ansteigt und die Diagnosestellung umfassender als früher erfolgt. Die in den letzten Jahren erzielten Fortschritte in der Arzneimitteltherapie haben zu erheblichen Veränderungen der Therapiealgorithmen geführt, die die medizinischen Fachgesellschaften zur Anpassung ihrer Behandlungsleitlinien bewogen haben.
Die Pharmakotherapie mit der Kombination von Arzneistoffen aus vier verschiedenen Wirkstoffklassen als Standard der Behandlung der Herzinsuffizienz mit eingeschränkter Pumpfunktion, die zudem möglichst früh nach Diagnosestellung eingeleitet werden soll, stellt eine Herausforderung für Patient:innen, Ärzt:innen und Apotheker:innen in der Beratung dar.
Gerade für ältere Patient:innen mit Multimorbidität und Polypharmazie ist die Kompetenz der Apotheker:innen in der pharmazeutischen Betreuung und zur Förderung der Medikamentenadhärenz ein unverzichtbares Element in der Führung der Patienten. Im Vortrag wird ein Überblick über den aktuellen Stand der Pharmakotherapie der Herzinsuffizienz vermittelt, insbesondere unter Würdigung neuer Medikamente.
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