Risikofaktor Oxidation

Duftstoffe als Innenraumbelastung

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Dabei zeigte sich eine inverse zeitabhängige Beziehung zwischen Limonen- und Formaldehydkonzentrationen – ein klarer Hinweis auf oxidative Umwandlung. 38,9 % der Teilnehmenden berichteten über Beschwerden durch parfümierte Produkte, besonders durch Wasch-  und Reinigungsmittel.

Probleme durch sekundäre Schadstoffe

Die Studie zeigt, dass sich Duftstoffe in Innenräumen zu sekundären Schadstoffen umwandeln können – besonders bei höheren Temperaturen und längerer Exposition, wie sie in Innenräumen typisch sind. Diese oxidativen Reaktionsprodukte bezeichnen die Autor:innen als „fragrance pollution“, einen bislang unterschätzten Einflussfaktor der Innenraumluftqualität. Zudem wird deutlich, dass Duftstoffe nicht nur Allergien auslösen, sondern auch reizbedingte oder multiple Chemikalien‑sensitivitätsähn­liche Symptome (Multiple Chemical Sensitivity, MCS) hervorrufen können.

Die entstehenden Verbindungen können Atemwegsreizungen, Kopfschmerzen und Schleimhautbeschwerden verursachen und empfindliche Personen erheblich beeinträchtigen. Duftstoffexposition kann demnach als relevanter Bestandteil des chemischen Exposoms eingeordnet werden.

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