Bei der nAMD sind regelmäßige Injektionen, in der Regel alle vier Wochen, direkt in den Glaskörper des Auges zur Behandlung nötig. Nun könnte bald ein okuläres Implantat mit dem seit Jahren etablierten Wirkstoff Ranibizumab erhältlich sein.
Das Implantat setzt den VEGF-Inhibitor Ranibizumab kontinuierlich frei und wird in einem einmaligen chirurgischen Eingriff ins Auge eingesetzt. Es wird alle sechs Monate wiederbefüllt. Indiziert ist das Produkt bei Erwachsenen mit nAMD, deren Erkrankung nach einer intravitrealen Behandlung mit einem VEGF-Inhibitor stabil ist. In den USA ist es seit sechs Jahren im Handel.
In einer randomisierten Phase-III-Studie mit 415 Patient:innen zeigte sich das Implantat als vergleichbar mit den monatlichen intravitrealen Ranibizumab-Injektionen. Weder Sehschärfe noch anatomische Netzhautbefunde veränderten sich. Zu den häufigsten unerwünschten Wirkungen zählten Augen- und Kopfschmerzen, eine Entzündung der Iris, Veränderungen oder Undichtigkeiten an der Bindehaut im Bereich des Implantats, Linsen- und Glaskörpertrübungen, Rötungen und Blutungen der Bindehaut.
Quelle
EMA 2026, www.ema.europa.eu/en/news/new-treatment-option-neovascular-age-related-macular-degeneration, abgerufen am 27.07.2026