Durch geburtsdatumsbasierte Berechtigungskriterien für das Herpes-Zoster-Impfprogramm in Wales und Australien ergaben sich natürliche Vergleichsgruppen, die den Einfluss der Immunisierung auf Demenzrisiken sichtbar machten.
Demenzrisiko reduziert
Die Ergebnisse sind eindrucksvoll: Geimpfte Personen wiesen ein deutlich geringeres Risiko für leichte kognitive Beeinträchtigungen und Demenz auf. Bei bereits an Demenz Erkrankten konnte die Progression verlangsamt und die Sterblichkeit bei Impfberechtigten um 8,5 % reduziert werden (skaliert auf die tatsächlich Geimpften sogar um 29,5 %). Auffällig ist, dass Frauen stärker profitierten als Männer – ein Hinweis auf geschlechtsspezifische Unterschiede in Immunantwort und Demenzentwicklung. Damit könnte die Gürtelrose-Impfung, empfohlen ab 60 Jahren, auch zur Erhaltung kognitiver Funktionen beitragen.
QUELLE
Xie M, et al.: The effect of shingles vaccination at different stages of the dementia disease course. Cell 2025 Dec 11;188(25):7049-7064.e20.