GIT-Beschwerden

Blähungen und Bauchschmerzen bei Säuglingen

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Oftmals werden diese Schmerzen mit Blähungen, genauer gesagt mit der Dreimonatskolik, in Verbindung gebracht. Der Name leitet sich vom anfallsartigen Schreien ansonsten gesunder Säuglinge ab. Meist wird ein Schreien über drei Stunden am Tag, an mindestens drei Tagen in der Woche und über mehr als drei Wochen beobachtet. Das Leiden beginnt meist in der zweiten Lebenswoche und klingt mit etwa drei Monaten ab.

Ursachen können verschluckte Luft beim Trinken oder bei älteren Säuglingen bestimmte Lebensmittel sein. Wichtig zu beachten ist, dass das Mikrobiom von Babys noch nicht vollständig ausgereift ist und dadurch bestimmte Nahrungsbestandteile nur schwer oder gar nicht verdaut werden können. In vielen Fällen ist die Ursache eher harmlos. Wärme, sanfte Bauchmassagen mit Mandelöl, Bauchkompressen sowie Tees mit Kümmel und Anis können helfen.

Bei Fencheltee wird aufgrund des enthaltenen Estragols, das im Verdacht steht, potenziell krebserregend zu sein, eine Anwendung erst ab vier Jahren und dann nur in kleinen Mengen empfohlen. Gute Alternativen sind neben Kümmel auch Kamille. Tropfen mit entschäumender Wirkung sowie probiotische Präparate können dabei helfen, die Beschwerden zu lindern. Wie immer gilt natürlich auch, das Kind von unruhigen Umständen so gut wie möglich fernzuhalten und für ausreichend Ruhe und Schlaf zu sorgen.

Quelle

Bruhn C, Frey O, Wagner R. Das Kind in der Apotheke: Krankheiten, Wirkstoffe, Besonderheiten der Behandlung. Deutscher Apotheker Verlag 2006. ISBN: 978-3-7692-3513-5.

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