Genom-Analyse

Pocken-Ursprung in Europa

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Affenpocken © shutterstock
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Das fand ein internationales Forschungsteam heraus: Es untersuchte das Erbgut zweier mumifizierter Leichname, 
die etwa zwischen 1492 und 1631 im Norden Chiles bestattet worden waren – die ältesten bekannten Pockengenome der Kolonialzeit. Das Variola-Virus trug wesentlich zum katastrophalen Bevölkerungsrückgang indigener Völker bei: Es war in Wellen aufgetreten und hatte in Amerika 3–4 Mio. Todesfälle verursacht – vor allem unter zuvor nie exponierten Gruppen.

Ein direkter genetischer Beleg für diesen Ursprung fehlte bislang. Die in Science veröffentlichte Studie liefert ihn nun: Die Viren gehören einer ausgestorbenen Linie an, die evolutionär zwischen mittelalterlichen und 
späteren Stämmen liegt – ein Fund, der historische Annahmen zur Ausbreitung der Seuche bestätigt.

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