Am stärksten verzahnt sind die Mundbakterien von Paaren: Bei ihnen stimmten im Median 44 % der oralen Stämme überein, unter Fremden praktisch keiner. Die Autor:innen sehen dafür vor allem eine Erklärung: Küssen. Über den Speichel wandern Mikroben von Mund zu Mund und siedeln sich beim Gegenüber an. Auch unter Haushaltsmitgliedern insgesamt teilt sich noch rund ein Viertel der oralen Stämme, wenn auch deutlich weniger als bei Paaren. Während die Darmflora über Monate kaum wechselt, wird sie im Mund deutlich rascher ersetzt.
Quelle
Heidrich V., et al. Cell Press Blue 2026; 1: 100034