
Aus diesem Grund traten im Juni neue Regelungen in Kraft, die das Blutspenden für viele Menschen erstmals möglich machten – ohne Abstriche bei den hohen medizinischen Standards. Erstmals wurden u. a. auch Richtlinien für intergeschlechtliche Personen definiert, und bestimmte Autoimmunerkrankungen (wie Hashimoto oder Psoriasis) schließen eine Spende nicht mehr grundsätzlich aus. Ziel ist es, mehr zur Spende zu motivieren. „Blutspender:innen übernehmen Verantwortung für andere Menschen. Sie leisten einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheitsversorgung, denn Blut kann nach wie vor nicht künstlich hergestellt werden“, betonte DI Ludwig Schleritzko, Landesrat der niederösterreichischen Landesregierung.
Die Blutspendesituation bleibt hierzulande dennoch weiter kritisch. 42 Tage lang ist eine Konserve haltbar, 1.000 Blutkonserven werden täglich benötigt. 2024 wurden 331.312 Blutkonserven abgenommen. Insgesamt spendeten im vergangenen Jahr 211.559 Österreicher:innen Blut – das waren nur 3,35 % der Bevölkerung im spendenfähigen Alter, rund 33.000 davon waren Erstspender. Mit 31 % waren die 51- bis 65-Jährigen die Altersgruppe, die am meisten spenden ging, knapp gefolgt von Personen im Alter zwischen 36 und 50 Jahren.
Seit Juni dürfen Männer viermal pro Jahr, Frauen sowie inter-, nicht-binäre und diverse Personen dreimal jährlich Blut spenden – vorausgesetzt, zwischen zwei Spenden liegen mindestens acht Wochen. Auch über 65-Jährige dürfen weiterhin spenden, sowie auch Personen mit Aufenthalt in Malariagebieten nach individueller Beurteilung. Alle Infos wo und wann gespendet werden kann: www.roteskreuz.at.